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Das Ende der Prätorianer wurde 306 n.Chr. eingeleitet, als Maxentius, Sohn des zurückgetretenen Maximian, als Nachfolger übergangen wurde, und die Truppen sich des Problems eigenhändig annahmen und ihn am 28.Oktober in Italien in die Position des Kaisers erhoben. Severus versuchte auf Befehl des Galerius die Garde aufzulösen, schaffte es aber nur, ihre Reste in die Revolte und die Unterstützung des Maxentius zu jagen.
Als Konstantin I. im Jahr 312 bei den Vorbereitungen seiner Invasion Italiens eine endgültige Konfrontation in der Schlacht an der Milvischen Brücke erzwang, machten die Prätorianer nur einen kleinen Teil von Maxentius´Armee aus. Später in Rom löste der siegreiche Konstantin die Prätorianergarde dann endgültig auf und ersetzte sie durch die scholae palatini und den protectores domestici. Die Soldaten wurden in die verschiedensten Winkel des Reiches versetzt und die Castra Praetoria zerstört.
Nach mehr als 300 Jahren Dienst war die Auflösung der Prätorianergarde ein bedeutendes Ereignis, das den Beginn einer neuen Ära in der römischen Geschichte einleitete. Das Amt des Prätorianerpräfekten blieb allerdings bestehen, bis ans Ende der Spätantike stellte es den wichtigsten Posten innerhalb der zivilen Reichsverwaltung dar.
Die Schlacht an der Milvischen Brücke Berühmt wurde die Milvische Brücke durch die Schlacht vom 28.Oktober 312, in der Konstantin seinen Mitkaiser Maxentius besiegte. Das Christentum interpretierte diesen Sieg später als Triumph über die anderen römischen Religionen. Eine von vielen unsinnigen Behauptungen seitens der christlichen Kirche, um ihre Herrschaft zu begründen.
Eusebius und Lactantius schmückten die Ereignisse mit der Legende vom Kreuz Christi aus, das Konstantin mit dem Hinweis "hoc signo victor eris" (unter diesem Zeichen wirst du Sieger sein oder unter diesem Zeichen wirst du siegen) im Traum erschienen sei. Der Legende nach ließ er seine Truppen ein Kreuz auf die Schilde malen und konnte so den Sieg erringen.
Die Tatsache aber dass Konstantin noch zehn Jahre nach der Schlacht beinahe ausschließlich römische Götterdarstellungen auf seine Münzen prägen ließ sowie den Titel Pontifex Maximus und den religiösen Kaiserkult beibehielt, verweisen die Erzählung in das Reich der Fantasie.
Nicht göttlicher Beistand hat Konstantin bei der Schlacht geholfen, sondern ein strategischer Fehler des Maxentius, der sein Herr mit dem Rücken zum Tiber aufstellte und sich selbst durch Abbrechen der Milvischen Brücke den Rückzug vereitelte. Es war rätselhaft, nicht nur für moderne Historiker, sondern auch für die Zeitgenossen, dass Maxentius seinen strategischen Vorteil nicht nutzte, sondern die Entscheidung vor den Toren Roms suchte. Rom war schließlich durch die antiken Belagerungsgeräte, die inzwischen so ausgefeilt waren, nicht zu nehmen. Wie so oft sind auch die überlieferten militärischen Einzelheiten nicht klar. Die Milvische Brücke, die wenige Kilometer nördlich von Rom über den Tiber führte, wurde zu Verteidigungszwecken unterbrochen. Maxentius überquerte jedoch mit zahlreichen Truppen den Fluß über eine Schiffsbrücke. Einige Einheiten stießen offenbar bis Saxa Rubra im Norden vor. Dort scheint es zu ersten Gefechten gekommen zu sein, die seine Truppen weichen ließen. Während die Prätorianer sich tapfer für ihren Kaiser schlugen, wurde Maxentius in die Flucht verwickelt. Bei der ganzen Verwirrung stürzte er in den Tiber und ertrank in seiner schweren Rüstung. Für Konstantin war dieser Sieg der entscheidende Schritt zur Alleinherrschaft über das römische Reich.
Ausschnitt der Schlacht vom Konstantinbogen in Rom

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